Navigation überspringenSitemap anzeigen
Alte Apotheke Selb - Logo

Gesundheitspolitik

Mit uns immer auf dem neuesten Stand – die wichtigsten Informationen und Neuerungen aus der Gesundheitspolitik.

Checkliste Rezept

Warum bekommt der Patient in der Apotheke nicht in jedem Fall das auf dem Rezept verordnete Medikament?

Bevor der Apotheker das Medikament aushändigt, muss er verschiedene Dinge prüfen. Dabei helfen ihm elektronische Arzneimittel-Datenbanken, auf die er in Sekundenschnelle zugreifen kann. Danach weiß er, welches Präparat er abgeben kann, wie viel der Patient dafür bezahlen muss und kann ihm dies auch erläutern. Folgende Punkte sind dabei wichtig:

Die Zuzahlung: Pro verschriebenem Arzneimitteln muss jeder Patient zehn Prozent des Preises zuzahlen. Mindestens sind es fünf Euro, höchstens zehn Euro.

Das Alter: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren brauchen generell keine Zuzahlung zu leisten.

Die Krankenkasse: Je nachdem, bei welcher Kasse der Patient versichert ist, bekommt er nicht das verordnete, sondern ein wirkstoffgleiches Präparat in derselben Stärke und Packungsgröße ausgehändigt. Das liegt an den Rabattverträgen, die jede Krankenkasse zu vielen Wirkstoffen einzeln mit Arzneimittel-Herstellern aushandelt. Bei Rabattarzneimitteln können die Kassen ganz oder zur Hälfte auf die gesetzliche Zuzahlung verzichten.

Der Preis des Medikaments: Bei Medikamenten, bei denen die Kasse keinen Rabattvertrag geschlossen hat, gilt der sogenannte Festbetrag. Unterliegt ein Wirkstoff dieser Regelung, bezahlen die Kassen für ein entsprechendes Arzneimittel nicht mehr als einen dafür festgelegten Höchstbetrag. Kostet ein verschriebenes Präparat mehr, muss der Patient den Aufpreis selbst tragen – zusätzlich zur Zuzahlung. Oder er wählt ein gleichartiges Präparat aus, das im Preis unter dem Festbetrag liegt und nichts zusätzlich kostet. Liegt es mehr als 30 Prozent unter dem Festbetrag, kann die Zuzahlung sogar entfallen.

Befreit oder nicht? Patienten, die mehr als zwei Prozent ihres Jahresbruttoeinkommens für Arzneimittelzuzahlungen und andere Kassenleistungen ausgeben, befreit die Krankenkasse von der Rezeptgebühr. Bei chronisch Kranken gilt ein Prozent. Der Arzt kann das dafür vorgesehene Feld auf dem Rezept ankreuzen oder der Patient legt in der Apotheke seinen Befreiungsausweis vor. Für Aufzahlungen zu Präparaten, die teurer als der Festbetrag sind, gilt diese Befreiung nicht.

09287 / 77 333
Zum Seitenanfang